Psychosomatik / Psychotherapie

Die Klinik am Eichelberg, eine Privatklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, besteht seit 2005 auf dem Gelände der Steigerwaldklinik Burgebrach. Ein multiprofessionelles Team behandelt PatientInnen mit psychosomatischen Krankheitsbildern mit einem tiefenpsychologischen Behandlungskonzept auf psychoanalytischer Grundlage – ergänzt durch systemische, kognitiv-behaviorale und erlebnisorientierte Elemente.

Das Zusammenwirken von Einzel- und Gruppentherapien, kreativen Therapieangeboten und psychosomatischer Pflege in einer respektvollen, individuell zugewandten und schützenden Atmosphäre kennzeichnet unsere Behandlung. Hierfür stehen 11 vollstationäre Betten in der Klinik am Eichelberg (Privatversicherte und SelbstzahlerInnen) zur Verfügung.


AnsprechpartnerInnen

Komm. Chefarzt Dr. med. C. Lehner – Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Komm. Chefarzt Dr. med. C. Lehner
Telefon: 09546-88-510
Fax: 09546-88-511
E-Mail: info@klinik-am-eichelberg.de

Oberärztin Dr. med. Eva-Maria Welker – Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Zusatzbezeichnung Homöopathie und Naturheilverfahren
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Zusatzbezeichnung Homöopathie und Naturheilverfahren
Oberärztin Dr. med. Eva-Maria Welker

Psychosomatik/Psychotherapie – Klinik am Eichelberg
Psychosomatik / Psychotherapie
Sekretariat und Anmeldung
Am Eichelberg 1, 96138 Burgebrach
Telefon: 09546-88-510
Fax: 09546-88-511
E-Mail: info@klinik-am-eichelberg.de

Krankheitsbilder / Indikationen

Alle Erkrankungen, bei denen körperliche, seelische und soziale Faktoren die Entwicklung, Auslösung und Aufrechterhaltung der Krankheit beeinflussen, gehören zum Behandlungsspektrum unserer Klinik.

 

Psychosomatische Erkrankungen mit ausgeprägter:

  • Depressiver Symptomatik
  • Erschöpfungssymptomatik (Burnout-Syndrom)
  • Angstsymptomatik
  • Zwangssymptomatik

 

Funktionelle psychosomatische Erkrankungen:

  • Herzangsterkrankungen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Atemstörungen
  • Schwindelzustände
  • Ohnmachten
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Psychogene Lähmungen
  • Psychogene Anfälle

 

Seelische Belastungen und Krisen bei vorwiegend körperlicher Krankheit:

  • Herzkreislaufstörungen
  • Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit
  • Diabetes mellitus
  • Chronisch entzündliche Darmkrankheiten
  • Bronchialasthma
  • Neurodermitis, Allergien
  • Autoimmunkrankheiten, rheumatische Krankheiten

 

Chronische Schmerzkrankheiten

 

Essstörungen:

  • Anorexia nervosa
  • Magersucht
  • Bulimia nervosa
  • Bulimie

 

Reaktive seelische Erkrankungen nach schweren Belastungen (posttraumatische Belastungsreaktion und posttraumatische Belastungsstörung):

  • Lebenskrisen
  • Schwere Verlusterlebnisse
  • Akute und chronische Traumatisierungen
  • Krebserkrankungen
  • Herzinfarkt
  • Herzoperationen

Therapiekonzept

Klinik am Eichelberg – Psychosomatische Tagesklinik

Unser psychosomatisches Krankheitsverständnis beruht auf der Vorstellung, dass körperliche, seelische und soziale Bedingungen wesentlichen Einfluss nehmen auf Gesundheit und Krankheit, auf Beziehungs- und Gestaltungsfähigkeit eines Menschen. Seelische Konflikte, die verdrängt werden, führen zu Befindlichkeitsstörungen und manifestieren sich im Körper mit vielerlei Symptomen, für die meist keine organische Ursache gefunden wird.

Unser Behandlungsziel ist es, krankmachende Faktoren zu erkennen, zu verstehen und einen gesünderen Lebensentwurf zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei die Bearbeitung des individuellen Krankheitserlebens und des Zusammenhangs von Lebensgeschichte und Symptombildung. Unsere PatientInnen erhalten in einer intensiven Arbeit mit der/dem Bezugstherapeutin/en und dem gesamten Behandlungsteam die Chance, sich selbst besser verstehen und annehmen zu können sowie die eigene Haltung und innere Einstellungen zu verändern.

Individuelle Betreuung und eine hohe Behandlungsintensität, eingebettet in die therapeutische Gemeinschaft und einen strukturieren Tagesablauf, ermöglichen eine hohe Behandlungseffektivität. Jede/r Patient/in erhält bei Aufnahme eine/n Bezugstherapeutin/en und wird nach einer diagnostischen Phase einer therapeutischen Kleingruppe als Bezugsgruppe zugeordnet. Die feste Bezugsgruppe schafft eine unterstützende und tragende Atmosphäre und ermöglicht korrigierende Beziehungserfahrungen im therapeutischen Prozess.

Diagnostische Phase

In der ersten Behandlungswoche findet eine intensive psychosomatische und somatische Diagnostik statt. Bedarfsweise kann die somatische Diagnostik im Rahmen eines Konsil- und Liasondienstes durch die anderen Fachabteilungen unseres Hauses ergänzt werden. Zum Abschluss der Diagnostik stehen die Entwicklung eines individuellen Behandlungsplans und die Zuordnung zu einer therapeutischen Bezugsgruppe.

Therapieformen

  • Regelmäßige Einzeltherapien bei der/beim Bezugstherapeutin/en
  • Kleingruppentherapie
  • Kunsttherapie
  • Körpertherapie
  • Musiktherapie
  • Entspannungsverfahren
  • DBT-Gruppen (Achtsamkeitstraining, Skilltraining)
  • Bewegungstherapie und Krankengymnastik
  • Psychoedukatiove Gruppen (Patientenschulung)
  • Paar- und Familiengespräche
  • Ernährungstherapie und Essbegleitung
  • Biofeedback

Einzeltherapien

Tragendes Element der Therapie ist Einzeltherapie bei der/beim Bezugstherapeutin/en, die regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche stattfindet.

 

Gruppentherapie (therapeutische Kleingruppe)

Die psychodynamische Kleingruppe ist in einem stationären integrierten Behandlungsansatz ein sehr wichtiger Wirkfaktor. Sie findet dreimal pro Woche statt. Der Behandlungsfokus ist je nach Krankheitsbild und Behandlungsziel unterschiedlich.


Gruppentherapie (therapeutische Kleingruppe)

Psychodynamische, konfliktorientierte Behandlungsgruppe
Strukturorientierte Behandlungsgruppe
Kriseninterventionsgruppe
Multimodale Schmerzgruppe

Die Behandlung dieser Therapiegruppe ist konfliktorientiert. Im Zentrum steht die Bearbeitung des unbewussten, zentralen Beziehungskonfliktes, der in konflikthaften Situationen des alltäglichen Lebens aktiviert wird, nicht mehr kompensiert werden kann und so zur Entwicklung von Krankheitssymptomen führt. Dies sorgt für eine starke Einschränkung der persönlichen Beziehungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und führt zu starkem Leiden. Die Arbeit an einem umfassenderen Selbstverständnis und an Möglichkeiten der Veränderung der eigenen Haltung und der inneren Einstellung – zu sich selbst und seiner Krankheit wie auch zu anderen Menschen – ist Ziel der Behandlung. Damit ist bei den meisten Menschen auch eine Symptomlinderung verbunden.

PatientInnen, die eine höhergradige strukturelle Störung – z. B. schwere Selbstwertkrisen oder Borderlinestörung – aufweisen oder deren Symptomatik als Ausdruck von Realtraumata im Sinne eines posttraumatischen Syndroms verstanden werden, werden in der struktur¬orientierten Behandlungsgruppe behandelt. Diese Gruppe enthält psychodynamische, strukturorientierte und kognitiv-behaviorale Therapieelemente und hat vor allem Stabilisierung und Emotionsregulierung zum Ziel.

Menschen, die durch eine psychosoziale Krise ihr seelisches und/oder körperliches Gleichgewicht verloren haben, werden in der Kriseninterventionsgruppe behandelt. Krisenauslösend können akute Ereignisse oder Lebensumstände sein, die im Augenblick nicht bewältigt werden können und die individuellen Anpassungsmöglichkeiten überfordern. Ziele der Behandlung sind zunächst eine Stabilisierung und Angstreduktion sowie eine Ressourcenorientierung zur aktuellen Problembewältigung und zur Neuorientierung. Die Arbeit in der Gruppe ist methodenflexibel: Neben Einzel- und Gruppentherapie ist oft eine unterstützende Medikation hilfreich. Das Erleben der therapeutischen Gemeinschaft, sozialpädagogische Beratung und Einbeziehen von PartnerIn und/oder Familie sind oft hilfreich. PatientInnen können nach ärztlicher Einweisung über eine meist kurze Wartezeit (0 – 3 Wochen) mit begrenzter Behandlungsdauer über 3 – 4 Wochen behandelt werden.

PatientInnen mit chronischen Schmerzen, die länger als sechs Monate dauern und lebensbestimmend geworden sind, werden in dieser Therapiegruppe, die durch ein interdisziplinäres, multiprofessionelles Team aus SchmerztherapeutInnen, psychosomatisch tätigen ÄrztInnen, PsychologInnen, SpezialtherapeutInnen und psychosomatischer Pflege gekennzeichnet ist, behandelt. Ziele der Behandlung sind Stressbewältigung, Veränderung ungünstiger Verhaltensweisen (z. B. Schonverhalten, Rückzug- oder Durchhaltestrategien), Veränderung von schmerzverstärkenden Einstellungen und Gedanken und Reduktion von Angst und Depression.